News

Zum Tod von Florian Schäffler

[14|10|2019]

Wir alle sind tief getroffen von dieser Nachricht: Florian Schäffler ist verstorben. Es scheint unbegreiflich, nicht möglich, nicht nachvollziehbar, nicht fassbar. Mit nur 44 Jahren verstarb ein von uns allen sehr geschätzter und respektierter einzigartiger Mensch und Kollege.










Als Studierender des Bachelor- und Masterstudiengangs Soziale Arbeit, als engagierte Hilfskraft und wissenschaftlicher Mitarbeiter u.a. für die Studiengänge Management Sozialer Innovation und den Master für Angewandte Forschung in der Sozialen Arbeit war Florian Schäffler über viele Jahre hinweg Teil dieser Fakultät. Er prägte gemeinsam mit vielen anderen das Gesicht der Fakultät 11 an unserem Hause und wurde als Person und in Bezug auf seine Fachlichkeit hoch geschätzt. Seine besondere Kompetenz lag darin, mit sehr unterschiedlichen Personen der Hochschule in der Verwaltung, im Lehrkörper und nicht zuletzt mit den Studierenden selbst kompetente, effektive und tiefe Beziehungen und Netzwerke zu knüpfen, die nachhaltig Bestand hatten und zu ergiebigen Ergebnissen führten. Bis zu seinem Tod war uns Florian, der schließlich promovierte und als Professor an einer anderen Hochschule tätig war, eng verbunden. Er war weiterhin Lehrbeauftragter am Hause und traf sich regelmäßig mit vielen ehemaligen Kolleg*innen und Studierenden zum fachlichen und privaten Austausch.

Florian Schäffler war nicht nur ein herausragender Sozialwissenschaftler und Suchtforscher, der sich durch zahlreiche Publikationen einen Namen in der Fachwelt erarbeitet hatte. Er setzte sich stets engagiert für die Rechte von Drogengebraucher*innen ein, und setzte dadurch wichtige Meilensteine im Kampf um die Rechte von Menschen in Haft bzw. auf das Recht auf Substitution.

Florian Schäffler war ein überzeugter Kämpfer für Gerechtigkeit. Sein Wirken an der Schnittstelle zwischen praktischer Sozialer Arbeit und Wissenschaft wird fehlen. Er beschäftigte sich im Kontext seiner Forschungsarbeit engagiert mit den Lebenslagen von Drogengebraucher*innen. Er galt in Fachkreisen der Praxis als leidenschaftlicher Unterstützer, der durch seine Forschungsexpertise wichtige Impulse setzen konnte.

Florian wird uns sehr fehlen. Seine lebensbejahende, positive Ausstrahlung, sein Engagement und seine herzliche Art werden wir für immer in unseren Herzen tragen. Er hat uns viel gegeben. Wir danken, dass wir ihn begleiten durften und wünschen ihm, dass er nun zu seinem inneren Frieden gefunden hat.