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Not about us without us // 12.12.2019 / Veranstaltung im Stadtmuseum

[06|12|2019]

In den letzten Jahren hat die Auseinandersetzung mit der deutschen Kolonialgeschichte an Bedeutung gewonnen. Ein wichtiger Teil ist darin der Umgang mit dem Völkermord an den Herero und Nama im heutigen Namibia.
Not about us without us

Im Juli 2016 erkannte die Bundesregierung die Niederschlagung des Aufstandes, die zwischen 1904 und 1908 zwischen 40.000 und 60.000 Herero und ca. 10.000 Nama das Leben kostete, als Völkermord an. Seitdem dauern die Diskussionen um Entschädigungszahlungen und Rückführungen von Gebeinen bzw. Kulturgütern sowie die Forderung nach einer Entschuldigung an.
Der Genozid traf besonders auch Frauen und Kinder, die in der Omaheke/Kalahari verdursteten oder in Konzentrationslagern zu Tode gequält wurden. Die Ovaherero- und Namaaktivistinnen Esther Muinjangue und Sima Luipert werden am 12.12., um 19.30 Uhr im Münchener Stadtmuseum über den Widerstand der Frauen und über ihre Rolle im anhaltenden Kampf für eine Anerkennung des Völkermords durch den Deutschen Bundestag berichten.
Der Eintritt ist frei.