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Die Eigenständigkeit der Pflegeprofession hervorheben

Hanna Batzoni, Absolventin des Masters Advanced Nursing Practice an der HM (Foto: privat)
Hanna Batzoni, Absolventin des Masters Advanced Nursing Practice an der HM (Foto: privat)

[17|06|2020]

Hanna Batzoni ist die erste Absolventin des Masters Advanced Nursing Practice

 

„Wenn ich nur zwei Gründe nennen dürfte, warum ich vielen in der Pflege empfehle, den Master Advanced Nursing Practice, kurz ANP, zu studieren, dann diese: Man baut sich ein unglaublich wertvolles und starkes Netzwerk auf, und die weit gefächerte Aufstellung des Studiengangs eröffnet den Absolventinnen und Absolventen die unterschiedlichsten Bereiche und Aufgabenfelder der Pflege“, so Hanna Batzoni. Sie ist die erste Absolventin des berufsbegleitenden Masterstudiengangs an der HM, Gesundheits- und Krankenpflegerin in der München Klinik, zertifizierte Deeskalationstrainerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Gesundheitsförderung und Gewaltprävention in Pflegeheimen“ an der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften der HM.

 

Pflegefachliche Expertise

Ihre eigene Expertise aus dem dualen Bachelorstudiengang Pflege an der HM sowie aus ihrer praktischen Tätigkeit im Klinikum konnte Hanna Batzoni im Master Advanced Nursing Practice ausweiten und vertiefen. Darüber hinaus wurden Theorie und Praxis miteinander verknüpft, so dass sie schon als Studentin Wissenschaftlichkeit in ihre pflegerische Tätigkeit am Patientenbett bringen konnte. An der HM wiederum bearbeitete sie ihre eigenen Praxisbeispiele wissenschaftlich und setzte sich mit realen Anwendungsfällen ihrer KommilitonInnen auseinander.

 

Studiengangsleiterin Prof. Dr. Christine Boldt mit ANP-Studierenden in einer Pflegesituation: Während des Masterstudiums werden Praxis und Theorie auf unterschiedliche Weise verknüpt. (Foto: Dean Causevic/HM)
Studiengangsleiterin Prof. Dr. Christine Boldt mit ANP-Studierenden in einer Pflegesituation: Während des Masterstudiums werden Praxis und Theorie auf unterschiedliche Weise verknüpt. (Foto: Dean Causevic/HM)

„Mein eigenes Praxisprojekt während des Studiums war im Deeskalationsmanagement angesiedelt und hat meine Ausbildung zur Deeskalationstrainerin begleitet,“ erzählt Hanna Batzoni. „Dank des Wissens aus dem theoretischen Teil des Studiums konnte ich neue Perspektiven in meine Ausbildung bringen und beispielsweise die internationale Sicht des Deeskalationsmanagements herausarbeiten. Das hat nicht nur mich in meiner Arbeit gestärkt, sondern vor allem auch der Ausbildung als solcher einen großen Mehrwert gegeben.“

 

Und auch in anderen Bereichen ihrer täglichen Arbeit hat Hanna Batzoni mit dem erworbenen Wissen mehr Verantwortung übernehmen können. Inzwischen wird sie von ihren KollegInnen und direkten Vorgesetzten als pflegefachliche Expertin angesehen und übernimmt eine Beratungsfunktion. „Meine wissenschaftliche Herangehensweise kommt in der Praxis gut an“, erläutert die ANP-Absolventin. „Allerdings muss ich auch zugeben, dass es mich durchaus Überzeugungsarbeit gekostet hat. Aber mit freundlicher Hartnäckigkeit bin ich am Ball geblieben und konnte meine Kolleginnen und Kollegen immer mehr davon überzeugen, dass der wissenschaftliche Blick unsere praktische Arbeit bereichert.“

 

Akademisierung der Pflege

Die starke Verbindung von Praxis und Theorie ist ein besonderes Merkmal des ANP-Masterstudiengangs an der HM. Nicht zuletzt dadurch wird der Weg der Akademisierung der Pflege beschritten, der wichtig ist, wie Hanna Batzoni unterstreicht: „Um die Professionalität der Pflege und die Eigenständigkeit der Pflegeprofession herauszustellen, ist die Akademisierung der Pflege wichtig. In der Öffentlichkeit wird die Pflege oft nicht stark genug wahrgenommen. Es werden diverse pflegerische Themen von Ärzten oder Sozialpädagogen besprochen, aber selten von denjenigen, die ganz nah dran sind: Pflegerinnen und Pfleger. Ich finde, das sollte sich ändern. Die Pflege als Profession muss präsenter werden.“

 

Mit der Akademisierung der Pflege wird die Eigenständigkeit der Pflegeprofession herausgestellt. (Foto: Dean Causevic/HM)
Mit der Akademisierung der Pflege wird die Eigenständigkeit der Pflegeprofession herausgestellt. (Foto: Dean Causevic/HM)

Darüber hinaus eröffnet der Masterabschluss ein breites Feld für den eigenen beruflichen Werdegang – auch durch das Netzwerk des ANP-Studiengangs, denn die Studierenden kommen aus den unterschiedlichsten Pflegebereichen. AbsolventInnen können durch ihre umfangreiche Aus- und Weiterbildung entscheiden, ob sie nach ihrem Abschluss in der praktischen Tätigkeit eine der vielfältigen Rollen übernehmen oder durch ihren wissenschaftlichen Schwerpunkt in die Forschung und/oder Lehre gehen möchten.

 

Meist bleibt das im Studium aufgebaute Netzwerk über den Masterabschluss hinweg bestehen, so dass immer wieder auf den unterstützenden Austausch unter den Studierenden gebaut werden kann. „Auch nach meinem Abschluss habe ich weiterhin Kontakt zu meinen Kommilitoninnen und Kommilitonen“, freut sich Hanna Batzoni. „Im Studium war es zu jederzeit ein geradezu familiäres und kollegiales Miteinander. Wir haben miteinander und voneinander gelernt – immer interdisziplinär, weil wir ja aus ganz unterschiedlichen Bereichen der Pflege kommen. Ich fand das immer sehr bereichernd und bin sehr glücklich darüber, dass ich auch weiterhin Kontakt zu allen habe.“

 

Auf der Webseite des Studiengangs stellt sich der Master Advanced Nursing Practice an der HM vor.

 

Johanna Bronek