OLE - Organisationales Lernen in stationären Einrichtungen der Altenhilfe

Verbundprojekt mit der Katholischen Hochschule Mainz, Prof. Dr. Renate Stemmer (Verbundkoordinatorin und Projektleitung KH Mainz):
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Geleitet wird das Projekt von Seiten der Hochschule München von
Prof. Dr. rer. medic. Astrid Herold-Majumdar.
OLE - Organisationales Lernen in stationären Einrichtungen der Altenhilfe
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Gefördert wird das Projekt im Rahmen der Förderrichtlinie SILQUA-FH („Soziale Innovationen für Lebensqualität im Alter“) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).
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Projektbeschreibung:
Ein Interventionsprogramm zur Stärkung der Selbstbestimmung der BewohnerInnen und der MitarbeiterInnen wird mit einer Vorher-Nachher-Studie untersucht. Dabei sollen Wirkungszusammenhänge mit einem Mixed-Method-Design belegt werden. Es wird davon ausgegangen, dass das Interventionsprogramm durch organisationales Lernen Effekte u.a. auf die Lebensqualität der BewohnerInnen, auf die Zufriedenheit der Angehörigen und auf die psychische Arbeitsbelastung der MitarbeiterInnen der Pflege und des Sozialdienstes hat.
Lebensqualität ist ein zentraler Ergebnisparameter in der Langzeitpflege von älteren, pflegebedürftigen Menschen. Es sind Zusammenhänge zwischen der Arbeitszufriedenheit, der Arbeitsbelastung und der Qualität des Arbeitslebens der Pflegefach- und Hilfspersonen und dem Patientenoutcome belegt. Um die Lebensqualität der BewohnerInnen in der stationären Altenpflege zu verbessern, bedarf es eines mehrschichtigen, systemischen Ansatzes der Organisationsentwicklung. Die Lebensqualität der BewohnerInnen lässt sich nicht isoliert von der Qualität des Arbeitslebens der MitarbeiterInnen und von der Zufriedenheit der Angehörigen betrachten. Deshalb wird im „OLE“-Projekt ein Interventionsprogramm eingesetzt, das einen organisationalen Lernprozess in Gang setzen soll, der sich positiv auf die Lebensqualität der zentralen Akteure auswirkt.
Aus den Ergebnissen sollen Handlungsempfehlungen für die Praxis abgeleitet werden, wie die Unternehmenskultur nachhaltig verändert werden kann, um die Lebensqualität der BewohnerInnen und zugleich die Qualität des Arbeitslebens der MitarbeiterInnen zu verbessern. Angesichts des Fachkräftemangels in der Altenpflege bedarf es dringend effektiver, wissenschaftlich belegter Interventionen, um die MitarbeiterInnen langfristig gesund zu erhalten und zu binden.


Ziele:
Das primäre Ziel dieser Studie besteht darin, die Lebensqualität von BewohnerInnen von Einrichtungen der stationären Langzeitversorgung durch Stärkung deren Selbstständigkeit und Autonomie als Ergebnis eines Prozesses des organisationalen Lernens zu verbessern.
Als sekundäre Studienziele werden folgende formuliert.
1. Der Bewegungsradius von BewohnerInnen von Einrichtungen der stationären Langzeitversorgung soll durch Stärkung deren Selbstständigkeit und Autonomie als Ergebnis eines Prozesses des organisationalen Lernens erweitert werden.
2. Die Teilhabe an Aktivitäten von BewohnerInnen von Einrichtungen der stationären Langzeitversorgung soll durch Stärkung deren Selbstständigkeit und Autonomie als Ergebnis eines Prozesses des organisationalen Lernens erhöht werden.
3. Die Pflegeabhängigkeit von BewohnerInnen von Einrichtungen der stationären Langzeitversorgung soll durch Stärkung deren Selbstständigkeit und Autonomie als Ergebnis eines Prozesses des organisationalen Lernens verringert werden.
4. Im Hinblick auf die Zielgruppe der Angehörigen der BewohnerInnen, wird das Ziel verfolgt, die Zufriedenheit mit der Versorgung ihrer Angehörigen durch Stärkung der Selbstständigkeit und Autonomie der BewohnerInnen als Ergebnis eines Prozesses des organisationalen Lernens zu erhöhen.
5. Bei den MitarbeiterInnen (aus dem Pflege- und Sozialdienst) soll durch Stärkung deren Selbstständigkeit und Autonomie als Ergebnis eines Prozesses des organisationalen Lernens die psychische Arbeitsbelastung verringert werden.
6. Bei den MitarbeiterInnen (aus dem Pflege- und Sozialdienst) soll durch die Verbesserung der Lebensqualität der BewohnerInnen als Ergebnis eines Prozesses des organisationalen Lernens die psychische Arbeitsbelastung verringert werden.