Laufzeit: 01.02.2025 - 29.02.2028 (1. Förderphase)
Projekförderung: BMFTR Nachwuchsforschungsgruppe
Förderkennzeichen: 16NFG003
Förderprogramm: Wissenschafts- und Hochschulforschung (WiHo)
LinkedIn: Machtmissbrauch in Academia (MiA)
Forschungsinteresse
Das Forschungsprojekt MiA untersucht ein bisher wenig erforschtes Phänomen: Machtmissbrauch an deutschen Hochschulen und Universitäten. Ziel ist es, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie sich Machtmissbrauch dort zeigt und wie verbreitet er ist.
Die empirische Forschung zu Machtmissbrauch steht noch am Anfang: Erste internationale sowie nationale Studien haben bereits die Relevanz des Themas identifiziert, doch es mangelt an systematischen empirischen Erkenntnissen für den deutschen Kontext, insbesondere unter Einbezug der Betroffenenperspektive.
Der praktische Umgang mit Machtmissbrauch ist von großer Unsicherheit geprägt. Bislang fehlt eine klare wissenschaftliche Definition, wo verantwortungsvoller Umgang mit Macht endet und Missbrauch beginnt. Diese Unklarheit führt dazu, dass Betroffene oft schweigen, weil sie unsicher sind, ob ihr Fall überhaupt als Missbrauch einzustufen ist.
Basierend auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen entwickeln wir anschließend praxistaugliche Präventions- und Interventionsmaßnahmen wie Handlungsempfehlungen für Hochschulen, ein Aufklärungsvideo und Sensibilisierungsmaßnahmen in Form von Workshops für verschiedene Statusgruppen in der Wissenschaft.
Durch die Verzahnung qualitativer und quantitativer Forschungsansätze erfassen wir das Phänomen "Machtmissbrauch" in seiner Komplexität. Wir analysieren verschiedene Formen von Machtmissbrauch in der Wissenschaft sowie die relevanten Strukturen und Mechanismen.
Zunächst führen wir Expert:inneninterviews mit ausgewiesenen Fachleuten zum Thema Machtmissbrauch in der Wissenschaft. Anschließend rekonstruieren wir basierend auf narrativen Interviews Orientierungen im Umgang mit Macht und Machtmissbrauch. Dabei nehmen wir sowohl die Perspektive von Betroffenen als auch von Akteur:innen in den Blick, die Machtpositionen im wissenschaftlichen Feld bekleiden.
Mit einer deutschlandweiten Befragung von Postdocs untersuchen wir die quantitative Verbreitung von Machtmissbrauch und analysieren zugrundeliegende kausale Zusammenhänge. Postdocs sind eine bislang kaum erforschte Personengruppe, aus der die wissenschaftlichen Führungskräfte von morgen rekrutiert werden.
Studentische Hilfskräfte
Rika Barnikel (B.A.) und Antonia Kastenmeier (B.A.)
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Veröffentlichungen
Zuwendungsgeber