BeFraG Bayern
Bestands- und Bedarfsanalyse Frauengewaltschutz Bayern
Forschungsgebiet:
- Laufzeit:
- 01.10.2025 - 30.04.2026
- Projektstatus:
- abgeschlossen
- Einrichtungen:
- Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften Forschungsinstitut für Soziales, Gesundheit und Bildung (SHE:RC)
- Projektleitung:
- Prof. Dr. Stefan Pohlmann
- Drittmittelart:
- Private Dritte
- Projektart:
- Forschung
Hintergrund: Im Februar 2025 wurde das Gewalthilfegesetz (GewHG) verabschiedet, dessen Ziel es ist, ein bedarfsgerechtes Hilfesystem bei geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt bereitzustellen und so den Zugang zu Schutz und Beratung bundesweit zu gewährleisten. Im Fokus des Gesetzes stehen von Gewalt betroffene Frauen.
Das Projekt BeFraG Bayern unterstützt das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales (StMAS) dabei durch den Aufbau und die Auswertung einer aktuellen Datenbasis. Diese ist eine erste Grundlage zur Erstellung der Ausgangsanalyse und Entwicklungsplanung durch das StMAS.
Ziele: Gegenstand des Projektes BeFraG Bayern ist die fachliche Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales bei der Erfüllung der gesetzlichen Verpflichtung nach § 8 GewHG für von Gewalt betroffene Frauen in Bayern.
Im Einzelnen umfasst das Projekt drei Teilvorhaben:
1. Bestandsanalyse: Im Fokus des Projektes steht die Ermittlung des Bestands und der regionalen Verteilung von Schutz- und Beratungseinrichtungen für von häuslicher oder geschlechtsspezifischer Gewalt betroffene Frauen in Bayern (insb. Schutzunterkünfte, Second-Stage-Projekte, Fachberatungsstellen, Interventionsstellen, spezialisierte Einrichtungen etwa bei Menschenhandel, Zwangsheirat oder weiblicher Genitalverstümmelung sowie Fachstellen für Täterarbeit). Die hierfür durchgeführte Online-Befragung richtete sich an alle Träger von Einrichtungen des Gewaltschutzes für Frauen, auch diejenigen ohne bisherige staatliche Förderung.
2. Bedarfsanalyse: Auf Basis der Ausgangsanalyse des StMAS erfolgt die Ermittlung des künftigen quantitativen und qualitativen Bedarfs an Schutz- und Beratungskapa-zitäten in Bayern, um ein bedarfsgerechtes Angebot für gewaltbetroffene Frauen sicherzustellen. Das Projekt BeFraG Bayern liefert hierfür datenbasierte Anregungen.
3. Entwicklungsimpulse: Darüber hinaus werden durch das Projekt BeFraG Bayern Entwicklungsimpulse für den bayerischen Frauengewaltschutz sowie die vom Staats-ministerium zu erstellende Entwicklungsplanung zur bedarfsgerechten Weiterentwicklung des Frauengewaltschutzes in Bayern erarbeitet.
Methodik: Insgesamt werden die gängigen Verfahren der empirischen Sozialforschung eingesetzt. Die Herangehensweise rekurriert auf Erkenntnisse sowie Erfahrungen aus unterschiedlichen Disziplinen der Sozial- und Gesundheitswissenschaften und berücksichtigt unter-schiedliche Ansätze der Datengewinnung. Vorgesehen ist ein Mix quantitativer und qualitativer Methoden. Die Ergebnisse der Datenerhebung mittels des Online-Fragebogens basieren ausschließlich auf freiwilligen Eigenauskünften der Teilnehmenden und stellen keine Vollerhebung dar. Darüber hinaus wurden durch das Projektteam des SHE:RC bestehende StMAS-Datengrundlagen herangezogen sowie einschlägige wissenschaftliche Studien als Grundlage für weitere Impulse berücksichtigt. Das Projekt arbeitet eng mit dem bayerischen Frauengewaltschutz zusammen.
Projektförderung
Adressierte Nachhaltigkeitsziele (SDGs)