Bildung und Erziehung im Kindesalter (Infos und Downloads für Studierende)
Nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums können die Absolventinnen und Absolventen als hochqualifizierte Fachkräfte in schulischen und außerschulischen Bildungs- und Erziehungsorten der Kindheit tätig sein. Dazu erwerben Sie insbesondere die folgenden Fähigkeiten:
- Kindliche Bildungsprozesse inklusiv initiieren, fördern, begleiten, dokumentieren, reflektieren, evaluieren
- Leitung und Management von Bildungs- und Erziehungseinrichtungen
- Beratung und Zusammenarbeit mit Familien
- Sozialräumliche Vernetzung & Schnittstellenmanagement
- Evaluation und Qualitätsentwicklung von pädagogischen Prozessen
- Forschungsorientierte, konzeptionelle Arbeit
Der Bachelor-Studiengang führt zum akademischen Grad: Bachelor of Arts, BA. Damit verbunden ist eine Vergabe der staatlichen Berufsbezeichnung Kindheitspädagogin/ Kindheitspädagoge. Damit können sich zum Beispiel die folgenden Arbeitsfelder erschlossen werden:
- Kindertageseinrichtungen (Leitungs- und Trägeraufgaben, Fachberatung, Spezialisierung z.B. für Inklusion oder Kinderschutz)
- Aus- und Weiterbildung (Dozierende, Lehrkraft an Fachakademien)
- Frühförderung
- Frühe Hilfen
- Offene Kinder- und Jugendarbeit
- Jugendamt
- Ambulante und stationäre Erziehungshilfen
Der Berufsabschluss als staatlich anerkannte Erzieherin/Erzieher sowie eine Hochschulzugangsberechtigung sind Voraussetzung für die Zulassung zum Studium. Die Ausbildung wird im Umfang von 2,5 Semestern (75 Credit Points) angerechnet, wodurch das Studium mit dem vierten Regelsemester im Wintersemester beginnt. Das Studium und der Modulplan ist dabei für 7 Semester ausgearbeitet, so dass mit Erreichung des Bachelors insgesamt 210 Credit Points erworben sind. Der Bachelorabschluss bildet damit die Basis für eine mögliche Weiterqualifizierung in einem Masterstudium.
Dafür sind vor dem Einstieg in das 4. Semester zusätzliche Leistungen (sogenannte „Brückenkurse“) im Umfang von 15 Credit Points einzubringen (näheres dazu unter „Brückenkurse“).
In der Regel finden die Lehrveranstaltungen im Winter- wie Sommersemester zwischen Mittwoch und Freitag ganztätig statt, sofern die Studienorganisation dies zulässt. Auch Blocktage oder Online-Veranstaltungen können stattfinden.
Das Lehrangebot ist in folgende vier Modulbereiche untergliedert:
- Wissenschaftliche Grundlagen
- Organisation und Management
- Werte und Normen
- Professionelles Handeln im Bereich Bildung und Erziehung
Qualifikationsverordnung für Lehrätigkeiten an Fachakademien
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Im 7. Semester des Studiengangs ist im Modul „Wissenschaftliche Grundlagen IV, Bildung und Erziehung im europäischen und internationalen Kontext“ neben der Präsenzlehre eine einwöchige Exkursion in das europäische Ausland (Schweiz, Italien, Österreich, Irland, Finnland, Schweden, Wales…) vorgesehen.
Die Studierenden sollen sich auf dieser Studienfahrt mit einem internationalen Bildungssystem auseinandersetzen, die Organisation des Kinderbetreuungssystems kennenlernen sowie familien- und sozialpolitische Zielsetzungen des Landes besser nachvollziehen können. Durch den Besuch von Praxiseinrichtungen, Trägern, Berufsverbänden, einer Hochschule bzw. Universität oder auch Aus- und Weiterbildungsorganisationen vor Ort, durch Hospitationen, Workshops und Diskussionen, erhalten die Studierenden einen vertieften Einblick. Damit können nicht nur strukturelle Fragen an ein Bildungs- und Kinderbetreuungssystem reflektiert werden, auch das eigene professionelle Handeln, das eigene Bild vom Kind und die professionelle Haltung zur Gestaltung von Bildungsprozessen werden hinterfragt.
Exkursion 2024
Im April 2024 ging´s nach Zürich, um das Kinderbetreuungssystem der Schweiz besser kennenzulernen. Wir erhielten Einblicke in die pädagogische Arbeit in Kindergärten, Spielgruppen, Familienzentren, Integrativen Einrichtungen, Kinderkrippen, stationären Einrichtungen sowie in die offene Kinder- und Familienarbeit und Quartiersarbeit. An der PH Thurgau konnten wir die Ausbildung besser kennenlernen und wurden in die Forschungsarbeiten von Prof. Dr. Sonja Perren und ihrer Forschendengruppe eingeführt. Wir danken allen pädagogischen Fachkräften und den Forschenden für die Gastfreundschaft und die Bereitschaft, uns einen Teil ihrer Arbeit vorzustellen! Wir sind mit vielen Fragen an unsere eigene professionelle Haltung und an die Zielsetzungen in der pädagogischen und didaktischen Arbeit zurück nach München gereist – und natürlich mit jeder Menge Schokolade!
Wenn Sie die Zulassungsbescheinigung zum Studiengang "Bildung und Erziehung im Kindesalter" erhalten haben (ca. Anfang/Mitte August), beginnt das Studium verbindlich mit den sog. Brückenkursen ab Mitte September, d. h. bereits vor Beginn des regulären Wintersemesters.
Beschluss der JFMK zur Berufsbezeichnung und staatliche Anerkennung
Sie finden hier die gesetzlichen Regelungen und Informationen zur staatlichen Anerkennung von Kindheitspädagoginnen und Kindheitspädagogen mit Bachelorabschluss im Studiengang Bildung und Erziehung im Kindesalter.
Für bestimmte Tätigkeiten im sozialen Bereich ist die staatliche Anerkennung Kindheitspädagoge/in für eine berufliche Anstellung zwingend vorgeschrieben. Die staatliche Anerkennung ist eine Bestätigung über Ihre fachliche Eignung für die Ausübung einer hoheitlichen Tätigkeit als Fachkraft im Bereich Bildung und Erziehung gemäß den entsprechenden Sozialgesetzbüchern.
Die staatliche Anerkennung von Kindheitspädagoginnen und Kindheitspädagogen erfolgt auf der Grundlage und der dieses Gesetz konkretisierenden Rechtsverordnungen der Bayerischen Staatsregierung. => Bayerisches Gesetz über das Führen der Berufsbezeichnungen Staatlich anerkannte Sozialpädagogin oder Staatlich anerkannter Sozialpädagoge und Staatlich anerkannte Kindheitspädagogin oder Staatlich anerkannter Kindheitspädagoge (Bayerisches Sozial- und Kindheitspädagogengesetz - BaySozKiPädG) vom 24. Juli 2013.
Nach erfolgreichem Bachelorabschluss im Studiengang Bildung und Erziehung im Kindesalter sind Sie berechtigt, die staatliche Anerkennung zu erhalten.
Verfahren zum Erwerb der Staatlichen Anerkennung: Bitte legen Sie folgende Unterlagen im Bereich Prüfung und Praktikum der Hochschule München vor:
• einen formlosen, schriftlichen Antrag
• ein erweitertes Führungszeugnis
Wichtig: Zur Beantragung des erweiterten Führungszeugnisses benötigen Sie eine Bescheinigung der Hochschule, die Sie auf Anfrage im Bereich Prüfung und Praktikum erhalten. Die anfallende Gebühr für die Ausstellung des erweiterten Führungszeugnisses ist von Ihnen selbst zu bezahlen. Bitte legen Sie das ausgestellte erweiterte Führungszeugnis nach Erhalt im Bereich Prüfung und Praktikum vor. Eine zusätzliche Gebühr für den Erwerb der staatlichen Anerkennung wird von der Hochschule München nicht erhoben. Die staatliche Anerkennung wird nicht erteilt, wenn das erweiterte Führungszeugnis nicht vorgelegt wird oder Verurteilungen wegen in § 72a SGB VIII genannten Straftaten eingetragen sind.
BAG-BEK
Bundesarbeitsgemeinschaft Bildung und Erziehung in der Kindheit e.V.
DEBEKI
Deutscher Berufsverband für Kindheitspädagogik e.V.
ifsb Ravensburg
Institut für soziale Berufe Ravensburg gmbh
Kommission Pädagogik der frühen Kindheit, Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft
Deutsches Jugendinstitut, Forschungsprojekt „Inklusive Bildung in der Gruppe“
https://www.dji.de/ueber-uns/projekte/projekte/inklusive-bildung-in-der-gruppe.html
Die erfolgreiche Ableistung der praktischen Studiensemester ist Voraussetzung für die Anmeldung der Bachelorarbeit. Die Bachelorarbeit ist eine wissenschaftliche Arbeit, die während des letzten Studiensemesters angefertigt und mit 12 ECTS-Punkten bewertet wird. Die Note der Bachelorarbeit wird zweifach gewichtet (die Endnoten der Module einfach).
Grundsätzlich muss man sich für alle Leistungsnachweise anmelden. Die schriftlichen und mündlichen Prüfungen finden am Ende der Vorlesungszeit des jeweiligen Semesters im von der Prüfungskommission der Hochschule München festgelegten Zeitraum stat. Die Ergebnisse werden zum festgelegten Termin am Ende der Prüfungszeit des jeweiligen Semesters bekannt gegeben und können bei der darauffolgenden Prüfungseinsicht eingesehen und mit der bzw. dem korrigierenden Dozierenden besprochen werden. Anschließend erscheinen die Noten im Notenblatt.